[buch] John Winchester’s Journal & Screenplay

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Zurück aus Berlin. Waren vier wunderbare, erholsame Tage mit viel SCHLAF. *hach* Aber das gehört gar nicht hierher 😉

Ich erwähnte schon mal irgendwann, irgendwo, irgendwie, dass ich wieder Zeit zum Lesen habe. Habe meine To-Read-Liste nicht mehr gefunden, aber zum Glück diesmal schon Bücher parat, die ich mir vornehmen wollte. Jetzt habe ich sie endlich und muss auch gleich mal darüber schreiben. 🙂

Supernatural: John Winchester’s Journal

Eckdaten:

Autor: Alex Irvine
Verlag: It Books; Auflage: Reprint (26. April 2011)
Sprache: Englisch
Taschenbuch, 224 Seiten
Preis: 14,99$/ 10,50€

Normalerweise bin ich ja gar kein Mensch, der Fanartikel kauft. Ich habe den Drang zum Glück eine ganze Weile hinter mir gelassen (hatte aber auch wenig Gelegenheit dazu), aber nachdem ich einen Ausschnitt aus diesem Tagebuch gelesen habe, hat’s mich plötzlich brennend interessiert – Dämonologie, Mythologie, Legenden, Volkssagen – Hell yeah! – und ich habe es mir geleistet. Für ein engl. Buch ist es ungewöhnlich teuer, 14,99$/ 10,50€ für nur 224 Seiten (ich habe schon viel weniger für ein 300 Seiten engl. Taschenbuch ausgegeben), aber ich habe den Kauf nach der ersten Seite trotzdem nicht bereut.

Sprache:

Ist super einfach zu verstehen, wenn man sowieso gewohnt ist, englische Filme zu sehen. Es ist geschrieben, wie man ein Tagebuch schreiben würde: direkt, einfach, kurz, ab und zu elliptisch. Wer nimmt sich schon die Zeit und setzt alle Komma oder schreibt jedes ellenlange Wort aus? Im Deutschen ein Graus, da vergeht einem die Lust am Tagebuch führen schnell wieder 😉

Story & Inhalt

Wie der Titel sagt – John Winchester’s Journal – es ist John’s Tagebuch, beginnend vom 16. November 1982 bis 28. Oktober 2005, als er seine Frau Mary durch einen übernatürlichen Brand verliert und bis er die Jagd nach ihrem dämonischen Mörder aufnimmt. Am Anfang war ich mehr an der Familiengeschichte, an seinen Gedanken zu seinen Söhnen Sam und Dean interessiert und wie er beschreibt, wie sie aufwachsen. Aber nach und nach wurden die ganzen Berichte über Dämonen in der Bibel und Legenden auf der ganzen Welt faszinierender. Trotzdem war ich jedesmal unerwartet total gerührt, wenn er plötzlich einen Satz über seine Jungs fallen ließ.

Sammy took his first steps yesterday. He walked toward Dean, then fell flat on his face and started crying. Life is tough, kid. Do I sound like a proud dad? I am. (S. 17)

Er schreibt (zwar) alle paar Monate nur etwas auf (aber wenn man bedenkt, dass die Familie quasi nur auf der Straße lebt und in Motels, kann ich ein nachvollziehen, wieso es nicht tägliche Einträge sind), berichtet von seiner Jagd nach Monstern und Geistern und auch von seinen Rechercheergebnissen über Dämonen und Mythologie. Man erfährt mehr über Nebencharaktere aus der Serie wie über die Familie aus dem Roadhouse (Bill, Elle und Jo), wie Jo’s Vater ums Leben kommt; oder über den berühmt-berüchtigten Vampirjäger Daniel Kelkin(?) aus Colorado. Wenn man bedenkt, wie oft Team Winchester bei ihm den Winter verbracht hat, hätten sie ihm in der Serie ruhig mehr Auftritte geben sollen.

Interessant ist aber auch, wie die Erziehung der Jungs verläuft und es stellt sich heraus, dass John auch kein perfekter Vater ist. Will euch nicht komplett die Spannung nehmen, daher hör ich hier schon auf.

Das Buch deckt sich zwar nicht ganz mit der Serie (was ich auch gut finde), aber es schließt einige Lücken über die Vergangenheit von Team Winchester, für die in der Serie kein Platz zu sein scheint. Alles in allem finde ich es unterhaltsam und berührend und gut, um im Bus zu lesen. Ich glaube, mittlerweile lese ich sowieso nur noch im Bus/Zug, weil ich daheim die Zeit zum Schreiben nutze.

Screenplay – The Foundation of Screenwriting

Eckdaten:

Autor: Syd Fields
Verlag: Delta (29. November 2005)
Sprache: Englisch
Taschenbuch, 320 Seiten
Preis: 19$/ 10,60 €

DAS ist vielleicht ein Buch und die 10,60€ sind für die 320 Seiten nicht zu wenig! Ich bin erst bei Seite 49, aber schon hin und weg von den neuen Erkenntnissen 😀

Abgesehen davon, dass Fields super unterhaltsam, verständlich und strukturiert schreibt (auch auf Englisch) ist das Buch einfach ein Schatz and persönlichen Erfahrungen eines Screenwriters. Ich habe auch endlich die Unterschiede der Begriffe besser verstanden: Ein Drehbuch nennt man Screenplay; der Drehbuchautor ist der Screenwriter/Scriptwriter. Ich bleibe daher ab jetzt bei den Begriffen.

Anhand der aktuelleren Screenplays, die uns besser bekannt sind als die aus seiner Zeit (die  70er Jahre), wie Lord of the Rings (Fran Walsh, Philippa Boyens, und Peter Jackson, nach dem Buch von J.R.R. Tolkien), Cold Mountain ( Anthony Minghella), Mean Girls (Tina Fey) u.v.m. zeigt er genau auf, wie ein Screenplay geschrieben werden muss, um ein Screenplay zu sein.

Das Buch ist strukturiert und simple aufgebaut wie 1. What is a screenplay?, 2. The Subject, 3. The Creation of Character usw.

Er erklärt detailiert, worauf man beim Schreiben achten muss, wie man ein Screenplay am sinnvollsten angeht, aus welchen Elementen es sich zusammensetzt usw. Das Buch ist aber keineswegs ein Rezept für ein Drehbuch, weil jedes Drehbuch wie ein Rezept einzigartig ist, aber er kann einem aufzeigen, wie die Form aussieht, sodass man seine Idee für ein eigenes Screenplay verwirklichen kann. Mir als Einsteiger im Screenwriting hilft das ungemein, aber vor allem die ganzen Nebeninfos über seine Arbeit mit Filmstudiums, Writern, Regisseuren und Produzenten ist interessant und unterhaltsam.

Mein Lieblingszitat soweit:

As I waid earlier, the hardest thing about writing is knowing what to write. When you complete this book, you will know exactly what to do to write a professional screenplay. Whether you do it or not is up to you.
Talent is God’s gift; either you’ve got it or you don’t. But writing is a personal responsibility; either you do it or you don’t.

Spricht mir aus dem Herzen! 🙂

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